Zusammenfassung des Videos aus der Sendung mit der Maus

Das vollständige Video ist hier zu finden:
auf YouTube unter dem Titel „Warum gibt es Tag und Nacht und die Jahreszeiten?“

Das anschauliche Video aus der Sendung mit der Maus erklärt grundlegende astronomische Zusammenhänge so, dass auch Kinder sie gut nachvollziehen können. Unterstützt wird die Erklärung durch den Astronauten Alexander Gerst, der seine Beobachtungen aus dem Weltraum einbringt und damit einen besonders authentischen Blick auf unsere Erde ermöglicht.

Erde und Sonne – ein erstaunlicher Größenunterschied

Um sich die Dimensionen im Weltall vorstellen zu können, hilft ein Vergleich:
Wäre die Sonne so groß wie ein Gymnastikball, dann hätte die Erde lediglich die Größe einer Blaubeere. Trotz dieser geringen Größe ist die Erde der einzige uns bekannte Planet, auf dem Leben existiert.

Die Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Selbst mit Lichtgeschwindigkeit braucht das Sonnenlicht etwa 8 Minuten und 20 Sekunden, um bei uns anzukommen. Das bedeutet: Wenn wir die Sonne sehen, sehen wir sie eigentlich ein kleines Stück in der Vergangenheit.

Einmal im Jahr umkreist die Erde die Sonne vollständig – dieser Umlauf bestimmt die Länge unseres Jahres.

Wie entstehen Tag und Nacht?

Tag und Nacht entstehen nicht dadurch, dass sich die Sonne bewegt, sondern durch die Eigenrotation der Erde.
Die Erde dreht sich innerhalb von 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse. Dabei wird immer nur die Seite beleuchtet, die der Sonne zugewandt ist – dort ist Tag. Auf der gegenüberliegenden Seite herrscht gleichzeitig Nacht.

Für Kinder ist dieser Zusammenhang besonders wichtig, weil viele intuitiv annehmen, die Sonne „wandert“ um die Erde. Das Video macht deutlich: Die Erde bewegt sich – nicht die Sonne.

Warum gibt es Jahreszeiten?

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass die Jahreszeiten durch unterschiedliche Entfernungen zur Sonne entstehen. Tatsächlich ist der entscheidende Faktor die Neigung der Erdachse um etwa 23,4 Grad.

Diese Schrägstellung sorgt dafür, dass die Sonnenstrahlen im Jahresverlauf unterschiedlich auf die Erdoberfläche treffen:

Winter (Nordhalbkugel)

  • Die Erde ist von der Sonne weggeneigt
  • Kurze Tage (ca. 8 Stunden Licht)
  • Die Sonne steht flach, die Strahlen verteilen sich auf eine große Fläche
  • Ergebnis: wenig Wärme

Sommer (Nordhalbkugel)

  • Die Erde ist zur Sonne hingeneigt
  • Lange Tage (bis zu 16 Stunden Licht)
  • Die Sonne steht hoch, die Strahlen treffen steil und gebündelt auf
  • Ergebnis: viel Wärme

Frühling & Herbst

  • Es kommt zur Tag-und-Nacht-Gleiche
  • Tag und Nacht sind ungefähr gleich lang
  • Die Sonne steht mittags etwa gleich hoch

Diese Übergangszeiten sind besonders gut geeignet, um mit Kindern über Veränderungen in der Natur zu sprechen.

Besondere Regionen: Pole und Äquator

Pole

An den Polen gibt es extreme Lichtverhältnisse:

  • Polartag: Die Sonne geht im Sommer wochen- oder monatelang nicht unter
  • Polarnacht: Im Winter bleibt die Sonne ebenso lange unter dem Horizont

Äquator

Am Äquator sind Tag und Nacht fast das ganze Jahr über gleich lang (jeweils ca. 12 Stunden). Deshalb gibt es dort keine klassischen vier Jahreszeiten wie bei uns, sondern meist Regen- und Trockenzeiten.

Fazit für Kinder (und Erwachsene)

Tag und Nacht entstehen durch die Drehung der Erde, die Jahreszeiten durch den Umlauf der Erde um die Sonne – und vor allem durch die schräg stehende Erdachse. Erst das Zusammenspiel dieser Bewegungen macht unser Klima, den Wechsel der Jahreszeiten und letztlich auch das Leben auf der Erde möglich.